Wissen zur Kanzleinachfolge
Hintergrund und Handwerkszeug zur Kanzleinachfolge. Der Bereich wird schrittweise ausgebaut.
Wie Steuerkanzleien bewertet werden
In der Praxis dominiert das Umsatzverfahren: Der Kanzleiwert wird als Prozentsatz des nachhaltigen Jahresumsatzes ausgedrückt, meist bezogen auf den Durchschnitt der letzten drei Jahre. Zu- und Abschläge ergeben sich aus Mandantenstruktur, Honorarniveau, Abhängigkeit von wenigen Großmandaten, Alter von Inhaber und Mandantschaft, Qualifikation des Teams und Organisationsgrad. Ergänzend wird häufig ein Ertragswert gerechnet, der vom Gewinn einen kalkulatorischen Unternehmerlohn abzieht und den verbleibenden Überschuss über eine begrenzte Zahl von Jahren kapitalisiert – weil die Mandantenbindung nach dem Inhaberwechsel nur für eine gewisse Zeit trägt.
Unser Wertrechner zeigt beides: den Korridor aus aktuellen Angebotsdaten und den Ertragswert.
In Vorbereitung
- Kaufpreisklauseln: Festpreis, Umsatzbeteiligung, Kaufpreisanpassung nach Mandatsverlusten
- Verschwiegenheit und Mandantenakten: was vor und nach dem Vertragsschluss erlaubt ist
- Sukzessive Übergabe: Einstieg als angestellter Berufsträger, Partner, Nachfolger
- Unterlagen, die Sie vor einem Angebot anfordern sollten
- Finanzierung: Hausbank, Förderbanken, Eigenkapital
- Mandantenstamm statt Kanzlei: Integration in die eigene Organisation
- Steuerberatungsgesellschaft: Anteilskauf statt Kauf des Kanzleibetriebs
